Wasser ist kostbar! – Besuch der Kläranlage in Tiefenbach

Am Mittwoch, den 04.05. besuchten wir, die  Klasse 4a, im Rahmen der Projektwoche passend auch zum HSU-Unterrichts die Kläranlage des Abwassernutzungsverbundes Brannenburg – Flintsbach. Bereits in der Schule hatten wir uns vorab mit der Reinigung des Schmutzwassers beschäftigt. Nun wollten wir uns ansehen, wie die Kläranlage in der Wirklichkeit arbeitet.

Herr Huber nahm sich die Zeit und führte uns ca. eine Stunde entlang der verschiedenen Klärungsstufen durch die Anlage und so konnten wir alle Stationen der mechanischen, biologischen und chemischen Reinigung genau in Augenschein nehmen, die unser Schmutzwasser durchlaufen muss, bevor es dem Inn zugeführt werden kann.

Besonders beeindruckten uns die riesigen Tropfkörperbehälter. Zum Schluss durften wir noch im Elektronenmikroskop die Bakterien ansehen, die als wertvolle „Mitarbeiter“ den Schmutz zersetzen.

Vielen Dank an Herrn Huber und seine Mitarbeiter für ihre Zeit und den wertvollen Einblick in die aufwändige Brauchwasserreinigung! Wir alle wissen, dass Wasser sehr kostbar ist und nur ein sehr geringer Teil des Wassers auf der Erde Trinkwasserqualität hat. Dafür, dass wir dieses immer zu Verfügung haben, können wir sehr dankbar sein.

Text: Friederike Selmayr                                Fotos: Christine Lamprecht

Tolle Projekte mit dem Gartenbauverein

Für unsere Projektwoche konnten wir auch den Gartenbauverein Brannenburg-Flintsbach gewinnen. Mit einem großen Team und viel Material rückten fünf Vorstandsmitglieder am Montag, den 09. Mai an.

Die Erst- und Zweitklässler durften vier große Pflanzkästen aus Lärchenholz, die eigens für uns gebaut worden waren, vor dem Schulgebäude mit Erdbeerenpflanzen bepflanzen. Voller Eifer waren alle Kinder dabei, werkelten und schafften und hatten dabei sichtlich viel Freude.

Natürlich müssen unsere Pflanzen auch in Zukunft immer mit Wasser versorgt werden. Am Martinsbrunnen dürfen die Kinder Wasser schöpfen und je nach Bedarf gießen. Dazu erhielt jede Jahrgangsstufe eine eigene Gießkanne! Wie schön, dass die Erdbeeren jedes Jahr wiederkommen und die Kinder so noch lange die Früchte ihrer Arbeit ernten können!

Mit den 3. und 4. Klassen fertigte ein anderes Team des GBV unterdessen Insektenhotels aus großen Fichtenkanthölzern. Die Schüler*innen erfuhren, dass aufgrund des Klimawandels und der eingeschränkten Lebensräume immer mehr Insektenarten bedroht sind. Daher überlegten wir uns, was wir für den Schutz und Erhalt dieser so nützlichen Tiere tun können. Ihnen Unterschlupf in speziellen Insektenhotels zu bieten ist nur eine Möglichkeit. Geschickt wurden die Kinder angeleitet verschieden große Löcher für unterschiedliche Insekten zu bohren, die sie mit Schleifpapier abrundeten, damit sich die zarten Tiere nicht verletzen.

Viele Kinder waren so begeistert, dass sie schon planten, auch zuhause in Produktion zu gehen. Natürlich benötigen die Tiere außerdem genügend blühende Pflanzen für die Ernährung mit Nektar und in Trockenzeiten ist es auch sinnvoll, Wasser in kleinen Schalen zur Verfügung zu stellen. Zudem sollte der Rasen nicht zu kurzgehalten bzw. Blühinseln stehen gelassen werden. Gerade im Herbst sollte der Garten nicht zu gut aufgeräumt werden,  um den Insekten Überwinterungsorte zu bieten z.B. in trockenen Stängeln Platz, um ihre Larven zu legen, denn diese sind ihre Puppenstube.

Stolz schleppten die Kinder am Ende des Tages ihre Hotels mit nach Hause, um sie dort an einem sonnigen und windgeschützten Ort aufzuhängen. Dieser besondere Tag wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben und wir danken dem Gartenbauverein für diese tolle Aktion!

Text und Bilder: Cornelia Mayer

Käfer & Co – Wasser ist für alle!

Am Donnerstag, 05. Mai fand bereits das nächste Highlight in unserer Projektwoche „Natur erhalten – für Mensch und Tier“ statt.

Der Liedermacher und Erzähler Toni Tanner kam zu uns an die Schule und begeisterte nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer mit seinem Mitmachtheater „Käfer & Co – Wasser ist für alle!“.  Mit seinem Stück vermittelt er, passend zu unserem Projektthema, dass es wichtig ist, achtsam mit unserer Umwelt umzugehen, Missstände aufzudecken und dass man gemeinsam nach Lösungen suchen muss und etwas bewirken kann.

Verkleidet als Waldschrat erzählte er mitreißend und musikalisch begleitet die Geschichte von den Insektenkindern Gelbrandkäfer Gustav, Wasserläufer Jens, Tausendfüßlerin Emma, Raupe Rita und Ameise Jenny.

Damit Toni Tanner nicht das ganze Stück alleine präsentieren musste, wählte er einige Jungs und Mädels aus, steckte sie in passende Kostüme und leitete sie während des Stückes geschickt an aktiv mitzuspielen. 

Die beiden Freunde Gustav und Jens füllen jeden Tag auf dem Weg zur Insektenschule ihre Trinkflaschen mit dem klaren Bergquellwasser auf. Eines Tages kommt Jenny, die Ameise in der Pause mit einem neuen Getränk. Sie preist, die von den Ameisen produzierte Honigtau-Limonade an und lässt alle probieren. Die Insektenkinder sind begeistert.

Als Jens und Gustav eines Tages wieder Quellwasser in ihre Flaschen füllen, stellen sie fest, dass dieses total trüb und verschmutzt ist. Zusammen mit den anderen Insektenkindern versuchen sie die Ursache herauszufinden. Nach der Schule machen sie am Bergbach eine schreckliche Entdeckung.

Die Verschmutzung des Bergbaches hängt mit der Produktion der Honigtau-Limonade zusammen. Das Abwasser wird einfach in den Bergbach geleitet. Was können die Kinder nur tun?

Mit Hilfe ihrer Eltern schaffen sie es, die Ameisenkönigin davon zu überzeugen, dass das Wasser für alle da ist und dass diese den Bergbach nicht einfach so verschmutzen dürfen. Eine Kläranlage soll gebaut werden und die Insekten nehmen dafür einen höheren Preis der Honigtau-Limonade in Kauf. Alle freuen sich über diesen Kompromiss und feiern zusammen.

Da die Schüler immer wieder durch die im Voraus eingeübten Lieder aktiv in das Stück eingebunden wurden, vergingen die 60 Minuten wie im Flug. Schüler und Lehrer sangen und klatschten begeistert mit und waren sich am Ende einig: Das war ein toller Schultag!

Text und Bild: Johanna Riedl

Besuch vom „Wassermobil“

Bereits am frühen Morgen des 3. Mai stand ein großer Anhänger auf der Pausenwiese vor der Schule.

Frau Johanna Lechner vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, die vielen Erstklässlern als ihre Fußballtrainerin bekannt ist, stattete der Schule mit diesem besonderen „Wassermobil“ einen Besuch ab. Jede Klasse durfte das Mobil besichtigen, in dem sich ein detailgetreues Modell zur Veranschaulichung des Wasserkreislaufes befand. Der Nachbau eines Dorfes, mit altem Dorfkern, der auf einer Anhöhe errichtet wurde, vielen unterschiedlichen Neubauten, die nahe an Gewässern entstanden, zum Teil bewaldete Berghänge mit Bächen und vieles mehr konnte bestaunt werden. Noch spannender wurde es, als Frau Lechner das Wasser einschaltete, es zu regnen begann und sich so die Bäche füllten. Es dauerte nicht lange, bis aus dem kleinen Bach eine gefährliche Flut wurde. Die Keller füllten sich mit Wasser, Dämme, die zunächst noch ihrer Schutzfunktion nachkamen, stürzten nach und nach ein. Sogar ein Erdrutsch konnte simuliert werden. Durch den kindgerechten Vortrag, der auch immer wieder durch Fotos von Naturereignissen aus der Region ergänzt wurde und die besondere Veranschaulichung durch das Modell erkannten die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig es ist, die Pegelstände der Bäche und Flüsse im Blick zu haben. Wir lernten nicht nur, wie man sich im Falle eines Hochwassers verhalten muss, um nicht selbst in Gefahr zu geraten, sondern auch welche wichtigen Maßnahmen das Wasserwirtschaftsamt vornimmt, um Flutkatastrophen vorzubeugen, wie z.B. den Bau von Dämmen oder von Rückhaltebecken wie am Maigraben und vieles mehr, wurde kindgerecht veranschaulicht.

Seinen Picknickplatz beim Wandern sollte man bei eventueller Hochwassergefahr nicht in der Nähe eines Baches errichten, sondern im Idealfall auf einer Anhöhe weit entfernt von einem Gewässer. Hochwasser von einer Brücke aus zu beobachten kann lebensgefährlich sein.

Vielen Dank an Johanna Lechner, dass sie sich einen ganzen Vormittag Zeit nahm, uns dies so interessant zu erklären.

Gebaut wurde das „Wassermobil“ von der TU München sowie der LFU München und wurde dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, das für die Landkreise Rosenheim, Miesbach, Ebersberg und Mühldorf zuständig ist, zur Verfügung gestellt.

Text und Fotos: Simone Herrmann

Ramadama – Grundschüler räumen im Gemeindegebiet auf

Als Start in die Projektwoche mit dem Thema „Natur erhalten – für Mensch und Tier“ führten die Kinder der Grundschule am 2. Mai eine „Ramadama“-Aktion in Flintsbach durch. Nach motivierenden Worten von Bürgermeister Lederwascher und ausgestattet mit Mülltüten und Handschuhen zogen die Kinder klassenweise los, um den Gemeindebereich von Müll zu säubern. Neben besonders vielen Zigarettenstummeln und -verpackungen wurden Pappbecher, Hygienemasken, Dosen und Flaschen sowie Plastikverpackungen von Snacks eingesammelt. Aber auch ein volles Gurkenglas, Schuhe, Winterhandschuhe und eine kaputte Brille fanden den Weg in die Müllsäcke. Viele anerkennende Worte bekamen die Kinder auch unterwegs von Bürgern und Bürgerinnen, die die Sammelaktion mitbekamen. Nach guten zwei Stunden Fußmarsch bei trockenem Wetter trafen sich die Schüler und Schülerinnen wieder auf dem Pausenhof und wurden vom Bürgermeister und der Rektorin für ihr fleißiges Engagement gelobt.

Während sich die Kinder zur Stärkung die verdiente Brotzeit und eine süße Belohnung schmecken ließen, wurde der Berg an Mülltüten betrachtet und sich über so manch einen kuriosen Fund ausgetauscht.

Ein großes Dankschön an die Kollegen und Mütter, die uns begleiteten, sowie an die Gemeinde Flintsbach und Bürgermeister Lederwascher für das Bereitstellen der Ausstattung, der Stärkung sowie der Entsorgung der Müllsäcke.

Text: Johanna Maurer