Ausflug nach München

Gemeinsamer Ausflug

Einen herrlichen und lehrreichen Tag verbrachten die Dritt- und Viertklässler in München Ende Oktober. Der Bus brachte uns zum Nymphenburger Schloss, das wir, da wir von mehreren Eltern begleitet wurden, gleich in Kleingruppen besichtigen durften.

Bereits vorab hatten die Schüler erfahren, dass die Gründung von Schloss Nymphenburg als Sommerresidenz der Geburt des langersehnten Thronerben Max Emanuel zu verdanken ist, der dem bayerischen Kurfürstenpaar Ferdinand Maria und Henriette Adelaide von Savoyen nach zehnjähriger Ehe 1662 geschenkt wurde. Zu dem jetzigen Erscheinungsbild kam es erst nach mehreren später folgenden Bauabschnitten. Die herrschaftlichen Gemächer mit den zahlreichen Wandgemälden betrachteten alle staunend. Spaß hatten sie daran, die „Schönheitengalerie“  König Ludwigs I zu betrachten und lauschten interessiert der skandalumwitterten Geschichte um seine Geliebte: Lola Montez. Mit Spannung erblickten die Kinder das Bett, in dem der „Märchenkönig“  Ludwig II von Bayern und auch sein Bruder Otto, später König von Griechenland,  geboren wurden. Die gesamte Anlage mit den Auffahrten und dem ausgedehnten Schlosspark, in dem wir anschließend Brotzeit machten, beeindruckte die Kinder sehr.

Nach der Pause begaben wir uns ins angegliederte Museum „Mensch und Natur“. Dort erhielt die 4. Klasse eine lernstoffbezogene Führung rund um das Thema Wasser. Geschickt erklärte und veranschaulichte die Führerin, z.B. woher uns Wasser auf der Erde ursprünglich kommt und wie Wasser unsere Berge verändert. Die Kinder lauschten mit ihren Kopfhörern gespannt den Erläuterungen und trugen mit ihrem Vorwissen selbst aktiv äußerst rege zum Thema bei. Währenddessen durften die Drittklässler eigenständig anhand vieler interaktiver Schaukästen, Spiele und weiterer Medien zahlreiche weitere naturkundliche Inhalte erarbeiten und vorhandenes Wissen überprüfen. Danach wurden die Rollen getauscht und die 3. Klasse begab sich zur Führung über den Wald. Wovon die Tiere des Waldes sich ernähren und warum dieser ein wichtiger Lebensraum ist, erfuhren wir am Beispiel des Wildschweines. Auch berührte uns alle die traurige Geschichte um Bruno den Bären, der dort ausgestellt ist, und wir erfuhren, warum die Ansiedlung der Bären für uns Menschen keine Bedrohung darstellt.

Erst am späten Nachmittag kehrten wir erschöpft aber begeistert nach Flintsbach zurück.

Text und Bild: Cornelia Mayer