Wandertag

Wandertag zur Burg Falkenstein der 2. Klasse

Die Burgruine Falkenstein war das Ziel der Zweitklässler bei einer kleinen Wanderung Ende Juni. Herr Bürgermeister Lederwascher empfing die neugierigen Schülerinnen und Schüler morgens winkend aus dem obersten Zimmer des Turms. Auf dem Burggelände, auf dem zur Zeit Ziegen grasen dürfen und sich gelegentlich auch Schlangen wohlfühlen, informierte er zunächst über die ursprüngliche Anlage der Burg, sowie über die früheren Bewohner der Burg und deren Probleme. Die Schießscharten im Turm halfen den Grafen in früheren Zeiten sich vor Feinden zu schützen. Innen im Turm bestaunten die Kinder die dicken Mauern und die nicht rechtwinkligen Zimmer mit Tapeten der letzten Burgbewohner. Dank der anschaulichen Erläuterungen von Herrn Lederwascher bekamen wir eine Ahnung davon, wie beschwerlich das Leben in einem solchen feuchten und fast unbeheizbaren Turm gewesen sein muss. Im obersten Stock angekommen, durften die Schüler nacheinander einen Ritterhelm aufsetzen und sich wie ein Ritter fühlen. Nachdem alle die herrliche Aussicht in die vier Himmelsrichtungen genossen hatten, stiegen die beiden Klassen mit ihren Begleitpersonen die steilen Treppen wieder hinunter zur wohlverdienten Brotzeit. Herr Lederwascher informierte uns danach noch über die voranschreitenden Restaurierungsarbeiten an der Burganlage. Dabei konnten wir die Sanierung einer Mauer live miterleben, da zwei Maurer gerade dabei waren eine halbverfallene Mauer wieder aufzubauen. Von einigen Arbeitsergebnissen der Archäologen berichtete uns Herr Lederwascher unterhalb des Burgturms am Schluss der Führung noch. Im Innern der Burganlage gab es einmal einen Bauernhof. Davon zeugen gelbe und schwarze Fliesenfunde so wie Reste von einigen Kachelöfen und Knochen von Tieren. Diese aufwändig gesammelten Fundstücke werden wahrscheinlich später einmal ausgestellt werden. Auf einen alten, von den Archäologen freigelegten und jetzt schon sichtbaren, mit Flusskieseln gepflasterten Zugangsweg zur Burg und auf Rotbrandsteine in einer freigelegten Mauer wurden wir noch aufmerksam gemacht. Diese roten Steine sind nun sichtbare Zeugen der Brände, die im 18. Jahrhundert einen großen Teil von Schloss Falkenstein zerstörten und dazu führten, dass viele Mauern abgetragen und zum Bau von Häusern verwendet wurden. Einige Kinder fingen nach diesen Informationen an kleine Steine zu sammeln und miteinander zu vergleichen, was ihnen Herr Lederwascher ausdrücklich erlaubte.

Auch im Namen von Frau Selmayr, Frau Riedl, Frau Brückl, unserer Praktikantin Romy Rauscher und den zweiten Klassen, möchte ich mich ganz herzlich für diese interessante, kindgemäße und erlebnisreiche Führung bei Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeister, bedanken.

B. Schumacher-Taigel

burg-falkenstein