Besuch vom „Wassermobil“

Bereits am frühen Morgen des 3. Mai stand ein großer Anhänger auf der Pausenwiese vor der Schule.

Frau Johanna Lechner vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, die vielen Erstklässlern als ihre Fußballtrainerin bekannt ist, stattete der Schule mit diesem besonderen „Wassermobil“ einen Besuch ab. Jede Klasse durfte das Mobil besichtigen, in dem sich ein detailgetreues Modell zur Veranschaulichung des Wasserkreislaufes befand. Der Nachbau eines Dorfes, mit altem Dorfkern, der auf einer Anhöhe errichtet wurde, vielen unterschiedlichen Neubauten, die nahe an Gewässern entstanden, zum Teil bewaldete Berghänge mit Bächen und vieles mehr konnte bestaunt werden. Noch spannender wurde es, als Frau Lechner das Wasser einschaltete, es zu regnen begann und sich so die Bäche füllten. Es dauerte nicht lange, bis aus dem kleinen Bach eine gefährliche Flut wurde. Die Keller füllten sich mit Wasser, Dämme, die zunächst noch ihrer Schutzfunktion nachkamen, stürzten nach und nach ein. Sogar ein Erdrutsch konnte simuliert werden. Durch den kindgerechten Vortrag, der auch immer wieder durch Fotos von Naturereignissen aus der Region ergänzt wurde und die besondere Veranschaulichung durch das Modell erkannten die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig es ist, die Pegelstände der Bäche und Flüsse im Blick zu haben. Wir lernten nicht nur, wie man sich im Falle eines Hochwassers verhalten muss, um nicht selbst in Gefahr zu geraten, sondern auch welche wichtigen Maßnahmen das Wasserwirtschaftsamt vornimmt, um Flutkatastrophen vorzubeugen, wie z.B. den Bau von Dämmen oder von Rückhaltebecken wie am Maigraben und vieles mehr, wurde kindgerecht veranschaulicht.

Seinen Picknickplatz beim Wandern sollte man bei eventueller Hochwassergefahr nicht in der Nähe eines Baches errichten, sondern im Idealfall auf einer Anhöhe weit entfernt von einem Gewässer. Hochwasser von einer Brücke aus zu beobachten kann lebensgefährlich sein.

Vielen Dank an Johanna Lechner, dass sie sich einen ganzen Vormittag Zeit nahm, uns dies so interessant zu erklären.

Gebaut wurde das „Wassermobil“ von der TU München sowie der LFU München und wurde dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, das für die Landkreise Rosenheim, Miesbach, Ebersberg und Mühldorf zuständig ist, zur Verfügung gestellt.

Text und Fotos: Simone Herrmann

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